Uitgave boek 'Henna das Hanghuhn'

Bijgewerkt: 18 apr 2019




In opdracht van professor dr. Volker Heyse (sociaal en klinisch psycholoog) heeft Gregor het boek Henna, das Hanghuhn geïllustreerd. Professor Heyse snijdt met dit boek een essentieel en maatschappelijk bewogen thema aan, namelijk 'inclusie'. De hoofdpersoon Henna (een klein gehandicapt kuikentje) is de verbinding met dit thema. De wijze waarop zij en haar omgeving omgaan met haar handicap geeft inzicht in ons handelen en stelt een voorbeeld voor onze maatschappij.

Het verhaal handelt over een klein kuikentje dat wordt geboren met 1 normaal been en een been dat sterk verkort is waardoor zij gehandicapt is. Ondanks haar handicap krijgt zij het voor elkaar de wereld te veroveren en anderen te helpen. Henna is een voorbeeld voor lichamelijk gehandicapte mensen, die zoals alle met hun 'behandeling' van doen hebben.



Darüber hinaus für alle, die ihre Kinder und Enkel auf Akzeptanz und beiderseits erfolgreiche Zusammenarbeit vorbereiten wollen. Es zeigt humorvoll, nachvollziehbar und motivierend, wie schon im Kindesalter wichtige überfachliche Kompetenzen und Stärken ausgebildet werden können - zum Teil auf abenteuerliche Weise - und wie wichtig es ist, gerade bei Kindern mit Behinderungen frühzeitig Selbstachtung und Selbstliebe zu entwickeln – als Voraussetzung für die Liebe gegenüber anderen und deren Anerkennung. „Anders sein ist in Ordnung, und Jeder ist einzigartig, einmalig und herrlich“: Mit dem außergewöhnlichen Huhn Henna wird das eindrucksvoll dargestellt und plausibel. Die Übertragung auf den kindlichen Alltag gelingt 7- bis 10-jährigen Kindern gut, verstärkt durch Gespräche mit den Eltern oder Großeltern.

Erwachsenen kann das Buch viel Spaß bereiten, zumal im Anhang auch viele nicht alltägliche Hinweise zur Intelligenz und zum sozialen Verhalten von Hühnern nachzulesen sind.

Es ist ein Märchen, das eigentlich keines sein will; ein Märchen, das gerne wahr wäre.






REACTIES VAN LEZERS OP HET BOEK


Rückmeldungen zu Henna

Vor mir liegt das Märchenbuch „Henna“. Ich habe gleich reingeschaut und konnte es nicht mehr weglegen. Es ist ja so süß. Ein intelligentes Konzept. Situationen wie im Menschenleben; das wird den Kindern sofort beim Lesen klar werden und sie lernen durch schöne Unterhaltung den Umgang mit körperlich beeinträchtigten Menschen. Ein wirklich reizendes Buch. Allein der tolle Titel regt zum Lesen an und natürlich auch Erwachsene. Die Bilder gefallen mir auch sehr gut.

Ich wünsche Henna eine große Leserschar von Jung bis Alt.

(Dr. Markus Schurer, München)

Das Buch Henna habe ich gelesen: Das Märchen, das eigentlich keines sein will; ein Märchen das gern wahr wäre. So ein schönes, sinnvolles und überdies auch grafisch echt reizvolles Buch! Große Gratulation, ich bin echt begeistert.

(Prof. Dr. John Erpenbeck, Berlin)

___________________________________________________________________________

Man muss wissen, dass «Henna, das Hanghuhn» von einem Neni[1]geschrieben wurde. Einem Neni, der wohl nicht mehr getrieben ist von der Hektik des Berufsalltages und ambitionierten Lebenszielen, sondern einem, der sich auf das besinnt, worauf es im Leben wirklich ankommt: Auf das Geborgensein in einer liebevollen, unterstützenden Gemeinschaft und auf persönliches Wachstum durch Herausforderungen, die einem das Leben stellt. Dass Henna, das Hanghuhn, durch ein langes und ein kurzes Bein in der Menschensprache als behindert bezeichnet würde, ist lediglich ein augenscheinliches Sinnbild dafür, dass alle Menschen andersartig und dadurch herausgefordert sind, von ihrer Gemeinschaft damit angenommen zu werden und gleichzeitig herausgefordert sind, ihre Andersartigkeit als Stärke und nicht als Abweichung vom Normalen zu betrachten. 

Man könnte als Realist kritisieren, dass die menschliche Realität ganz anders ist als sie in «Henna. Das Hanghuhn» beschrieben ist: Menschen werden an Schulen gleich gemacht, Andersartigkeit wird kaschiert, um nicht aufzufallen, ausgelacht oder diskriminiert zu werden. Es ist aber gerade die Stärke des Büchleins, ein kompromisslos optimistisches Bild eines möglichen Zusammenlebens und des Umgangs mit Andersartigkeit zu skizzieren. Bekanntlich wird das Hirn, so wie wir es brauchen. Man stelle sich nur vor, wie die Welt würde werden können, wenn unsere Kinder in einem Umfeld aufwachsen würden, das so durchwegs positive unterstützend und liebevoll wäre, wie es in «Henna» beschrieben ist. Kinder saugen gierig auf, was sie in ihrem Leben sehen, hören und erfahren. Das wird auch beim Erzähltbekommen von «Henna. Das Hanghuhn» nicht anders sein. Sie werden offen sein, Hennas Geschichte in sich aufzunehmen und das, was Henna in der Geschichte erlebt, auch auf ihr Leben zu übertragen. Vätern, Müttern und Eltern wird ins Bewusstsein gerufen, was ihre Kinder - und sie selber nicht minder - in ihrem Leben wirklich brauchen: Gemeinschaft, Selbstliebe und Wachstum. Und all die Omas und Opas werden - sofern sie gleichermassen wie Hennas Autoren-Neni über eine so empathisch und positive Sichtweise auf das Leben verfügen - zuversichtlich in die Zukunft blicken können. 

«Henna. Das Hanghuhn» ist also ein Märchen für Kinder, Väter, Mütter, Lehrpersonen, Omas und Opas. Und es ist ein Lebensratgeber - auf den gehört - die Welt schon bald anders aussehen wird.

(Daniel Hunziker, BildungsreichPotenzialentfaltung & Kompetenzentwicklung, CH-Chürzi)

Zum Buch „Henna. Das Hanghuhn“

Als Seelsorgerin einer großen Behinderteneinrichtung habe ich das Buch von Volker Heyse „Henna das Hanghuhn“ mit Begeisterung gelesen. Unbefangen scheint es als „Kinderbuch“ daherzukommen. Dabei ist nicht eindeutig klar, wer aus diesem „Märchenbuch“ mehr lernen kann, Kinder oder Erwachsene.

In einer Zeit, in der die rasante Umsetzung der Behindertenrechtskonvention auf eine ohnehin übermüdete und verunsicherte Gesellschaft (in Schulen, Gottesdiensten, Konfirmandenunterrichtsstunden, kulturellen Angeboten, Freizeiten…) trifft, tut es gut, sich – gemeinsam mit Kindern – tiefgründig und einfühlsam darüber Klarheit zu schaffen, wessen Probleme durch die „Inklusion“ eigentlich gelöst werden.

· Geht es auchum Finanzierungsfragen eines Staates, der sich u. A. Einsparungen erhofft?

· Sind es die Probleme eines behinderten Menschen, der ins Abseits, in Sonderwelten gedrängt worden ist?

· Oder geht es gar auch um die Heilung einer entmenschlichten Gesellschaft?

Einerseits stehen Menschen immer stärker unter dem Druck der Selbstoptimierung, andererseits jedoch scheint das Ziel nicht die Entwicklung der eigenen Individualität zu sein, sondern die jeweils marktkonforme Nutzbarkeit des Einzelnen. Soziale und emotionale Kompetenzen bleiben da schnell auf der Strecke.

Sich selbst und andere als Mängelwesen mit Fehlern und Schwächen zu akzeptieren, dennoch den eigenen Platz im Leben zu finden, sich mit allen Mitgeschöpfen gemeinsam auf den Weg zu machen in eine „gescheite, warmherzige und willensstarke“ Gemeinschaft die sich nicht nur dem Gesetz des „Gackerns, Krähens und Eierlegens“ unterwirft: dazu will das mutige „Märchen“ von Volker Heyse - und wunderbar bebildert durch Gregor Niedlich - anleiten.

Es wird am ehesten da auf offene Ohren und Herzen treffen, wo schon Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung stattfinden:

Im familiären Umfeld von behinderten MenschenIn der Nachbarschaft von Wohnangeboten für Menschen mit BehinderungenIn inklusiven Schulklassen und Lehrerkonferenzen,In VereinenIn Pfarrkonferenzen und KreissynodenUnter der Mitarbeiterschaft in der Behindertenhilfe …..

Pfarrerin Irene Dittmann-Mékidèche

Bathildisheim, Bad Arolsen

Zum Inhalt

Schock

Mama Henne und Henne-Oma freuten sich über den Nachwuchs… Doch plötzlich erschraken alle! Sie entdeckten, dass eins der Küken anders war als die anderen. Das linke Beinchen sah ganz normal aus, das rechte jedoch war viel, viel kürzer.“Henne-Oma war sehr betroffen und „Mama Henne perlten Tränen vom Schnabel. Die älteren Geschwister schwiegen, Gackelinde schluchzte vor Kummer. Ratlos schaute auch der Hahn-Opa drein.“ ….

Schock! (So was könnte heute verhindert werden. Sogar Blutuntersuchungen bei Schwangeren auf Down-Syndrom werden wohl demnächst von den Kassen bezahlt).Dann kommt spontan vom Bürgermeister die Lösung, die keine ist:„So eins passt auf keinen Fall in unser Hühnerdorf. Am besten wird es sein, ihr bringt es in ein Heim für behinderte Hühner.“(11)

Haben Sie schon einmal einem 6-Jährigen erklärt, wie „Inklusion“ geht?

Das Buch von Volker Heyse, „Henna. Das Hanghuhn“ wendet sich an … Tja: an 6-9-Jährige? – Oder an uns Erwachsene?

Dieses „Märchen, das gerne wahr wäre“, bietet die Möglichkeit, gemeinsam von einer ganz anderen Gesellschaft zu träumen und erste Schritte zu gehen, um sie wahr werden zu lassen. Meine Vermutung: Die 6-Jährigen unter uns könnten uns dabei an die Hand nehmen.

Was uns schwächt, das bringt uns zusammen?

Auf Effizienz und Marktkonformität trainiert leben wir als „standardisierte Menschen“ nebeneinander her. Zwei treffende Zitate beschreiben diese unsere Gesellschaft, die keine Gemeinschaft mehr ist:

· „Es geht etwas zu Ende in dieser Welt... Es ist der vollkommene Verlust der Menschlichkeit. … Wir leben in einer Deshumanisierung...Es ist alles so weit weg vom Menschen. Wir sitzen in einer Hülse. Jeder hat seine Nummer… Jeder Mensch war einmal jung und wird alt, wenn er lang genug lebt. Die Verachtung des Alters entspringt einer niedrigen Art von Gesinnung... (Erwin Chargaff, Publik Forum 17/ 2000.)

· “Wir versuchen, eine Welt von Individuen zu schaffen, die Erfolg haben, aber keine anderen Menschen brauchen, bis sie schwach werden. Was uns schwächt, das bringt uns zusammen. Ich denke, in der ganzen Vision Jesu geht es darum, Menschen zusammenzubringen… (Jean Vanier, „Vater des Inklusionsgedankens“, Philosophiedozent und promovierter Theologe. Publik-forum 19/2018)

Die Geschichte vom behinderten Hühnchen ist eine Ermutigungsgeschichte. Inklusion meint keineswegs das freundliche Integrieren der „Nichtperfekten“ in eine inzwischen perfektionierte Welt. Es ist vielmehr die Geschichte einer Gesundung. Die Geschichte einer gegenseitigen Heilung. Wir erahnen, dass wir zu einer menschlichen Gemeinschaft erst dann werden, wenn wir lernen, unsere Schwächen liebevoll miteinander zu teilen – und aneinander zu wachsen. Das wird Zeit brauchen! So wie jeder Wachstumsprozess seine Zeit braucht.

Inklusion in einer erschöpften Gesellschaft

Sehr schnell begreift das Hühnerdorf die Gefahren und Schäden, die durch eine gutgemeinte aber übereilt vollzogene Inklusion entstehen: Für Henna, die „am Hang“ wunderbar selbstständig laufen kann, beginnt die Schulzeit. Der Weg zur Schule ist eben und flach. Es gilt ein neues Problem zu lösen: Alle Generationen kommen zusammen. Hahn-Onkel Pickert hat eine Idee: Wir bauen einfach ein kleines, leichtes Wägelchen für Henna… Der Wagen hätte eine Deichsel, an dem man ihn ziehen kann. Das müssten die Ältesten von euch übernehmen, abwechselnd, meine ich.“(35)

Aber: Inklusion ohne Augenmaß riskiert es, die Grenzen einer überforderten und erschöpften Gesellschaft zu übersehen. (nach Michael Tüllmann: Auftrag moderner Behindertenhilfe, Hamburg 2005) … „Als sich die Junghühner vorstellten, das Gefährt bei Wind, Regen, Schnee und Sturm oder in sengender Sommerhitze vorwärts bewegen zu müssen“ breitet sich Ernüchterung aus:„Das wird wirklich schwer“, seufzte Flatterus entmutigt… Und Federike und Vieleia schauten verlegen auf den Küchenboden…“Als auch Henna zu schluchzen anfing, besann sich Hahn-Opa: „Sie darf niemandem wie ein Klotz am Bein hängen. Sie muss, so schwierig es auch werden kann, allein fahren können.“ Henne-Oma findet die Lösung: „Wir müssen also ein Fahrzeug bauen, mit dem Henna ganz alleine fahren und das sie auch lenken kann. Im Boden wird es links ein breites Loch haben, durch das sie ihr langes Bein steckt und sich abstößt. Obenauf hissen wir ein großes leichtes Tuch, das wie ein Segel den Wind auffängt und hilft, den Wagen zu bewegen…

Hinfallen ist keine Schande, aber liegen bleiben.

Und Henna erkämpft sich ihren Schulweg und den Respekt der Mitschüler und Lehrer.Der Bürgermeister schließt Henna in sein Herz. “Mein Hennchen, nannte er sie.… Aber: „auch wenn ich die Kleine noch so lieb habe… darf sie nicht mein Kuscheltier sein. Das wäre den anderen gegenüber ungerecht, und die wären voll Neid ...“ Wie soll er seinen Respekt und seine Liebe zeigen? Bürgermeister-Hahn besinnt sich auf den „Wahlspruch seines Vaters“. (Manchmal gar nicht so schlecht, der Weisheit der vor uns dagewesenen Generationen zu trauen.) Und „Meister Klecksel“ sorgt für die künstlerische Gestaltung eines besonderen Präsents: „Ein reich verziertes Eichenblatt…“ mit folgender Aufschrift:„Hinfallen ist keine Schande, aber liegenbleiben.“ (30)

Henna lernt ihre Schwächen zu akzeptieren. Sie werden zum Anlass, eine Kraft auszubilden, die nicht die Stärke derer ist, die niemals fallen, sondern der Mut derer, die gelernt haben, wieder aufzustehen.

Wie wollen wir leben? „Gescheit – warmherzig – und willensstark“?

Der Inklusionsprozess mag langwierig sein. Die gute Nachricht: Da, wo Inklusion gelingt, wirkt sie ansteckend:

„Hinfallen ist keine Schande, aber liegenbleiben.“ Henna lernt und verbreitet eine Lebenshaltung, die ehrlich, offen und spontan mit „Stärken“ und „Schwächen“ umzugehen weiß. Sie kämpft gegen Mobbing, gegen Mitschüler mit mangelndem Selbstwertgefühl, sie wird verletzt von denen, die nicht anders mit ihren Selbstzweifeln umgehen können… Und sie fällt hin und sie steht wieder auf, – wieder und wieder – und sie, die „Behinderte“ lehrt den einfühlsamen, den friedensstiftenden „aufrechten Gang“. Mit ihr lernt das ganze Hühnerdorf! Am Ende strahlt diese kleine Gemeinschaft etwas aus, das verblüffend wirkt: sie leben „gescheit, warmherzig und willensstark“(49). Die Außenwirkung dieser Lebenshaltung ist nicht mehr einzugrenzen…

„Schlaufuchs“ ist alt geworden. Wer braucht ihn noch?

Der alte Fuchs hatte Henna und ihre Freunde stets nur als Teil seines Speiseplans wahrgenommen. Erstaunt muss er nun feststellen, dass diese sprichwörtlich „dummen Hühner“ imstande waren, miteinander Spaß zu haben, im Spiel ihre Kräfte zu messen, das Leben zu genießen… Sogar dieses behinderte kleine Ding. „Entzückend“ murmelt er beeindruckt.“ (21) Er lernt Hennas außergewöhnliche hohe soziale und emotionale Fähigkeiten kennen. „Mannomann, das ist ja ganz unglaublich.“(48) Schlaufuchs Reinecke weiß es: er, der ehemals Stärkste und Schlauste ist alt geworden, schwach. Was nutzt Lebenserfahrung gegen Stärke und Kraft? Er ist ausrangiert! Er braucht dringend eine neue Aufgabe, an der er – so wie Henna – neu wachsen kann.

Das „bemitleidenswerte kleine Ding“ dessen Geburt alle Familienmitglieder zum Weinen brachte, trägt die Kraft in sich, zu lehren: Eine Gesellschaft, die sich nur über „sogenannte Stärken“ definiert, hat keine (Überlebens-)Kraft. Sie wird „Gackern können, Krähen und Eierlegen“, (49) sonst aber auch nichts!

Wie wollen wir leben? Reicht „Gackern - Krähen und – Eierlegen“?

Der alte Fuchs stellt sich in den Dienst dieser gescheiten, warmherzigen, und willensstarken Gemeinschaft. Er bietet der Schule an, die Jungen „Fuchsisch“ zu lehren. Und bei der nächsten „Rotpelzparty“ überzeugt er das ganze Rudel (49), dieses Hühnerdorf, dieses schützenswerte Miteinander nicht als Speisezettel zu missbrauchen. Klug und feurig zugleich gelingt es dem Alten, die Jungfüchse zu überzeugen: Gemeinschaft ist da nur möglich, wo man „Stärken“ und „Schwächen“ neu definiert: „Was wir können und was wir nicht können, das gehört uns allen gemeinsam. Und für uns miteinander wird’s schon reichen.“ (Ulrich Bach, ev. Pfarrer in Vollmarstein und Dozent in der ev. Stiftung Martineum, nach Polio selbst auf den Rollstuhl angewiesen)

Am Ende vertraut sich der alte „Schlaufuchs“ Henna an:„… ich war lange verbittert und unglücklich. Ich fühlte mich nutzlos und schwach. Stark bin ich erst geworden, seitdem ich dir helfe… das ist eine neue, große Aufgabe, der sich noch kein Fuchs je gestellt hat… Die jungen Füchse beachten mich wieder… Na, weißt du jetzt, was unsere Gemeinsamkeit sein könnte?“ …Henna vermutet schüchtern:„Ich habe von dir gelernt, aber umgekehrt hast du auch etwas von mir gelernt. Ist das so?“Und der Fuchs bestätigt:„Jawohl, genau so ist es. Wir brauchen einander.“ (52)

Scharfauge ist einsam. Lass uns miteinander fliegen!

Nicht nur die Füchse profitieren von Hennas sozialer und der emotionaler Kraft:

Adler sind nicht sehr gesellig. „Scharfauge“ ist einsam... Er beobachtet das seltsame Verhalten von Gevatter Reinecke… Warum nicht? Spontan bietet er Henna an, ihr das Fliegen beizubringen. Spannende und aufregende Flugstunden schließen sich an. Es werden abenteuerliche Wochen, in denen „Scharfauge“ alle seine eigenen Fähigkeiten auslotet und Henna pädagogisch geschickt und mit aller Sensibilität liebevoll unterstützt. Er erlebt sich selbst völlig neu. Während nach erfolgreichem Schauflug das behinderte Hühnchen und der stolze Vogel sich eng aneinander geschmiegt für ein Erinnerungsbild von Künstlerhahn Klecksel malen lassen, flüstert „Scharfauge“: „Soll ich dir etwas verraten, Henna? Für mich war unser gemeinsames Werk genauso schön wie für dich. Und ich bin genauso glücklich wie du.“(63)

Mit dem „inkludieren“ verhält es sich, wie mit dem „tanzen“! Ich kann dich lieben, dich achten oder dich übersehen. Aber ich kann nicht „dich tanzen“. Tanzen können wir nur miteinander. Und so kann ich dich auch nicht „inkludieren“. Und ich kann dich nicht fliegen. So wenig der alte Adler Henna „fliegen“ kann. Nur eins ist möglich: Sie fliegen Seite an Seite - miteinander! Und am Ende begreift Adler Scharfauge: „… was das Allerbeste ist – in diesem wunderbaren Geben und Nehmen lebt jeder von uns beiden ein großes Glück auf seine Weise.

Ich habe mich in dieses tiefgründige Buch verliebt!

Pfarrerin Irene Dittmann-Mékidèche

___________________________________________________________________________

Vor mir liegt das Buch "Henna. Das Hanghuhn". Es hat mir so viel Freude bereitet, dass ich mich an den Autor und an den Illustrator direkt wenden möchte. Natürlich als Erwachsener, als Opa, oder wie wir hier in Graubünden sagen, als Neni.

Normalerweise, wenn ich ein Buch erhalte - es handelt sich meistens um Fachbücher -, packe ich das Buch aus, überfliege kurz das Inhaltsverzeichnis, werfe einen Blick auf Illustrationen und lege es zur Seite "für später". 

Bei Henna erging es mir ganz anders: schon das Deckblatt, die Schrift und Farben sprachen mich an... und ich begann sofort zu lesen... das ganze Buch, natürlich im Kennedy-Lesestil. Ich war fasziniert von den schönen Zeichnungen und von der phantasievollen Geschichte selber. Ich bin noch mit Bechstein und mit Grimm's Märchen gross geworden. Da füllten Morde, Tücke, Rache, Neid, Eifersucht, Gräueltaten und Angst machende Situationen mit Happyend die Seiten. Was mir bei Henna gefällt, das ist der positive Charakter der Akteure durch die ganze Geschichte, das Konstruktive, mit dem sich Kinder identifizieren können. Ich werde es kommende Woche meinem Enkel Aurelian schenken.

Meine Idee: Ein guter Drehbuchautor könnte es filmgerecht aufbereiten, für einen (Zeichentrick)Film, der unsere tiefsten positiven Gefühle, in einer Zeit der Streitereien, anspräche, auch die der Erwachsenen. Das Buch ist sympathisch von A bis Z und auch, wie wir in der Schweiz sagen, "herzig". Ich gratuliere Ihnen zu diesem Wurf, habe ich doch nicht erwartet, dass Sie neben Ihrer wissenschaftlichen Arbeit auch so ein phantasievolles Werk für Kinder erschaffen können.

Dr. Arnulf D. Schircks (CH-5620 Bremgarten AG)

Ich habe das Henna-Buch gelesen, wirklich schön – von Anfang bis Ende. Charaktere, die einem ans Herz wachsen. Mein Mann hat auch interessiert hineingeschaut, und wir haben uns über die Geschichte unterhalten.

Wir haben keine Kinder, also kann ich nichts diskutieren, Aber ich habe in Deutschland Freundinnen, die Kinder in dem Zielgruppen-Alter haben. Denen werde ich es natürlich empfehlen. Ist ja auch eine schöne Geschenkidee für Kindergeburtstage und viele andere Anlässe.

Eigentlich sollte es Henna auch als Stofftier geben, wäre garantiert niedlich.

(Christiane Cohnen, Sydney)

Henna – da ist eine ganz berührende Geschichte, gelungen mit liebevollen Persönlichkeiten und Bildern, die überraschen und zum genauen Hinschauen verlocken. Es macht auch als Erwachsener Spaß, sie zu betrachten und Unerwartetes zu entdecken.

Besonders gut gelungen ist die einfühlsame Förderung Hennas sowie die fürsorglichen Anforderungen, die an sie gestellt werden – ohne den pädagogischen Zeigefinger (Flügel) zu schwingen.

Geschickt ist die Unterteilung in einzelne „Bücher“, weil sie den individuellen Lesegewohnheiten und dem (Nach-) Erzählen sehr entgegenkommen.

Henna strahlt eine Art Sogwirkung aus, weil der Leser unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Ich wünsche allen ebenso viel Freude an Henna wie ich sie hatte.

(Christine Hoffmann, Hannover)

Henna erinnerte mich beim Lesen an den „Kleinen Prinzen“: Eine schöne Geschichte, tiefgründig, reich an Ideen und schönen Bildern. Dieses schöne Buch passt genau in unsere derzeitige „soziale Kälte mit der schnöden Sprache und Aggressivität in der Gesellschaft“ und macht Mut.

(Dr. Roswitha Pastillé, Illertissen)

___________________________________________________________________________

Es ist ein wunderbares Buch!!! Ich werde es kaufen, verschenken und empfehlen! 😊

(Josef Heller, Nürnberg)

___________________________________________________________________________

Am Donnerstag kam ich von einer längeren Reise zurück und fand das entzückende Buch „Henna“ vor. Meine  Freude war groß: Wie gut Märchen auch Erwachsenen tun, wunderbar.

Nach vielen schlimmen Monaten war das für mich etwas Besonderes.

(Gisela Seeger, Lübeck)

_______________________________________________________________________

Ein Märchen? Mehr als das! Volker Heyse und Gregor Niedlich ist es gelungen ein geradezu pädagogisches Buch zu schreiben und durch Bilder lebendig zu veranschaulichen. Es ist für Jung und Alt, Leseratten und solche, die lieber zuhören, für diejenigen, die über Bilder in ihrer kreativen Seite angestoßen werden, für lebenserfahrene und solche, die ins Leben hineinwachsen gleichermaßen reizvoll und interessant!

Zu viel versprochen? Keineswegs! Das klar gegliederte Buch bietet einen Spannungsbogen, der neugierig macht auf mehr! Fragen werden aufgeworfen, stellen sich jedoch dem Leser auch selbst, denn die Geschichte birgt das, was jedem, der schon 3 – 4 Jahre auf dieser Welt verbracht hat, schon vertraut ist.

Das Huhn Henna, das mit einem Handicap auf die Welt kommt und seine Umwelt dazu bringt darüber nachzudenken was getan werden kann, dass es trotz seiner besonderen Ausgangssituation am Leben teilhaben und sein Leben auch selbst gestalten kann. Die Ideen sind geradezu umwerfend, denn sie koppeln die ganz normalen Unterstützungsapparate des Menschen mit den Möglichkeiten eines Tieres, das alle kennen: Seine Bewegungen, seine Stärken, seine Schwächen, seine Hoffnungen und eigene Entscheidungen.

Die Figuren wirken hochauthentisch und immer wieder verknüpfen sich beim Leser und/ oder Zuhörer die Gedanken: Wie soll das gehen? Wie ist das bei mir? Was ist anders als bei mir?

Der Schreibstil ist klar, verständlich, die Wortwahl präzise und die Situationen sind so genau beschrieben, dass die Bilder wie eine alternative Ergänzung wirken!

Es geht durchgängig um Entwicklung, um das Recht auf das eigene Leben, aber auch um Respekt vor dem Anderssein, der Herausforderung des Lernens und der besonderen Bedeutung des Übens in den jeweiligen Lebenssituationen. Es geht aber auf eine ganz leise Art um das Bewusstmachen von Feindbildern und der Möglichkeit eigene Einstellungen und Handlungen zu überdenken und neu zu justieren!

Lese-Spaß und Philosophie verknüpfen sich, führen zu Lust auf mehr!

Es wäre den Zuhörerinnen und Zuhörern – ob klein oder nicht mehr ganz so klein zu wünschen, dass die Person, die vorliest, dies mit Engagement, Ruhe, aber auch mit der Fähigkeit zum Innehalten tut und Zeit lässt für Gespräche, die sich aus dem Gehörten ergeben.

(Regine Berger, Stuttgart)

Volker Heyse und Gregor Niedlich haben zusammen ein Märchenbuch für Kinder und Erwachsene herausgegeben, das – wie sie betonen - „eigentlich keines sein will. Ein Märchen, das gern wahr wäre.“ Denn das mit einem stark verkürzten Bein geschlüpfte Küken schafft es trotz seiner Behinderung, sich zu behaupten, seine Welt zu erobern und dabei auch noch anderen zu helfen.

Auf knapp 70 Seiten wird das in vielen kleinen Episoden und vielen Bildern, zum Teil als ganzseitige „Wimmel“-Bilder, erzählt und am Ende sogar mit kindlich-populär-wissenschaftlichen Beobachtungen an Hühnern allgemein ergänzt. Die beiden Schöpfer des ästhetisch sehr angenehmen Büchleins von Henna zeigen mit ihrer Heldin Tugenden auf, wollen Verständnis befördern für körperlich beeinträchtigte Menschen und all jene, die mit ihnen zu tun haben. Dafür sollten auch viele Kontakte zu Schulen gesucht werden.

(Gabriele Rataj, Altlandsberg)

[1]Ein einigen deutschsprachigen Schweizer Kanonen das Synonym für Großvater / Opa

Klein Henna, ein Küken mit einem Sonnenhut aus Lindenblättern, macht sich auf in ein Leben voller Herausforderungen. Herzerwärmend erzählt von Volker Heyse und bezaubernd illustriert von Gregor Niedlich eröffnet sich großen und kleinen Lesern die wunderbare Geschichte von Hanghuhn Henna, das mit einem stark verkürzten Fuß auf die Welt kommt.

Die unbändige Kraft einer liebevollen Hühnergemeinschaft lässt klein Henna über sich hinauswachsen. Henna erlebt trotz kleinerer Rückschläge dieses wunderbare Gefühl, einen emotionalen Sicherheitsgürtel zu haben, der sie beschützt.

Zu fühlen, dass man gemocht wird, auch wenn man nicht so perfekt ist, gibt nicht nur Hoffnung, sondern auch Kraft und Lebensfreude. Hennas Erfolge werden freudige Erfolge eines ganzen Hühnerdorfes namens Kikeritz.

In der offenen Hühner-Gesellschaft können sich im wahrsten Sinne Freude und Glück verdoppeln und Angst und Leid halbieren.

Ein mächtiges Märchen mit Tiefgang, einem Schuss Humor und ganz viel Herz! Man kann das Hühnchen Henna förmlich gackern hören „... was wir können, könnt ihr bestimmt auch!“

Österreich

0 keer bekeken

06 55358032

©2019 by Niedlich de Jongere. Proudly created with Wix.com

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now